4. März 2024

Piloten der Luftwaffe sammeln zu wenig Flugstunden

Jährlich grüßt das Murmeltier, die Überschrift kommt uns doch bekannt vor, oder? Ja na klar am 13.01.2005 berichtete bereits der Tagesspiegel über dieses Problem. Was hat sich seit dem getan? NICHTS, das gleiche Problem verfolgt die Luftwaffe nach wie vor. Das Ergebnis ist, die deutschen Piloten erfüllen die von der NATO geforderten Mindeststunden nicht!

Es ist wie mit dem 2 Prozent Ziel des Rüstungshaushaltes, die Bundesregierung, hier sind alle beteiligten Parteien angesprochen, eiern mit ihren Aussagen zum 2 Prozent Ziel herum. Alle NATO Staaten haben sich verpflichtet bis 2024 die Verteidigungsausgaben auf 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukt (BIP) zu erhöhen. Die SPD meint es wäre eine sinnlose Aufrüstungsspirale, hat sich aber wohl nicht genügend mit den zwingend zu tätigen Neuanschaffungen befasst. Hubschrauber (CH-53), Kampfflugzeuge (Tornado), u.a. müssen ersetzt werden. Die Gehaltsstruktur gehört auf den Prüfstand, da man sonst nicht mit der Industrie konkurrieren kann. Es geht also nicht um Aufrüstung, sondern um den dringenden Ersatz von in die Jahre gekommenen Flugzeugen und Hubschraubern, dies betrifft natürlich auch Material von Heer und Marine. Die Meinung der SPD ist, man müsste erst mal eine Bestandsaufnahme machen, die macht man schon seit dem Kahlschlag durch von Guttenberg. Und wo steht man? Immer noch auf dem Stand von 2011! Das Problem ist nur, die Bundeswehr hat keine Zeit mehr es muss dringen etwas passieren. Vor allem macht Deutschland sich vor den NATO Partnern lächerlich und verschiebt alle Verteidigungsaufgaben auf die Schultern der restlichen NATO Partnern.

Zum eigentlichen Thema: Die Piloten der Luftwaffe müssen 180 Flugstunden pro Jahr absolvieren, um die NATO Vorgabe zu erfüllen. Von 875 Bundeswehrpiloten schaffen dies gerade mal 512 Piloten. Dies liegt am Fehlen von Flugzeugen!

Die NATO Vorgabe beschreibt, dass von den 180 Flugstunden, 40 im Simulator abgeleistet werden dürfen. Dies bedeutet, die Piloten der Luftwaffe schaffen nicht einmal 140 Flugstunden pro Jahr, was eigentlich ein lächerlicher Wert ist! Von Januar bis Juni 2018 haben sechs Piloten gekündigt bzw. Ihren Dienst quittiert. Wenn wundert’s, man wird Pilot um zu Fliegen und nicht am Boden bleiben.

Hier schließt sich leider wieder der Kreis zum Thema 2 Prozent Ziel. Es liegt unter anderem an der mangelhaften Ersatzteilversorgung der Gerätschaften in der Luftwaffe. Die ist nicht nur mit schlechter Organisation zu erklären, sondern ganz klar auch mit Geldmangel!

Bildquelle: © MK@F Foto

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