4. März 2024

Veränderungen mit Auswirkungen auf die Sicherheitspolitik

Veränderungen mit erheblicher Wirkung auf die Sicherheitspolitik

  • Die geographische Nähe der Krisenherde zur EU; Mittlerer Osten, Russland, Ukraine, Afrika führt in der Konsequenz zu einem erhöhten Migrationsdruck auf Europa.
  • Der Wandel von „großen“ zwischenstaatlichen zu zunehmend „kleineren“ Kriegen mit reduzierter Reichweite und den Herausforderungen durch neue Waffentypen neben den klassischen kinetischen Waffen.
  • Durch die globale wirtschaftlichen, demographischen und politischen Veränderungen (Südamerika, USA, Mittlerer Osten und Asien) nimmt der Anteil Europas am Weltwohlstand ab. Europas Arbeitsbevölkerung schrumpft, dies hat Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung und auch auf die Größe der Streitkräfte! Wirtschaftlich entwickelt sich die Wohlstandsverteilung auf der Welt sehr ungleich, während einige Weltregionen vollkommen verarmen, bleibt der Pro-Kopf Wohlstand im OECD-Raum hoch, vor allem in Asien kommt es zu einem starken Wirtschaftswachstum, befeuert durch den Aufstieg von China. Dadurch ergeben sich enorme soziale Konsequenzen, die auch zu einer erheblichen Steigerung und Nachfrage nach Energie kommt; dadurch steigen die Energiepreise. Nachgefragt sind weiterhin Öl und Erdgas es kommt aber auch zu einer weiteren Zunahme von Kernenergie.
  • Durch das ungleiche Bevölkerungswachstum, so nehmen im EU-Raum die Bevölkerungszahlen ab, was sich auf den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme auswirkt und zugleich den, wie oben schon genannten Migrationsdruck, auf Europa erhöht.
  • Durch den weiteren Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur, dies hat vor allem Konsequenzen für die ariden und semi-ariden Weltregionen, dazu kommt die Umweltverschmutzung in den globalen Ballungsräumen der Entwicklungsstaaten mit erheblichen folgen für die regionale Wirtschaftsleistungen sowie die globale Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.
  • Auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie kommt es zu einem starken Wachstum, diese Entwicklungen wirken sich erheblich auf das gesellschaftliche Leben aus. Möglichkeiten der Überwachung und der technologische Fortschritt werden auch immer häufiger in aggressiv-feindlicher Absicht gentutz!

Diese Faktoren werden für die kommende Entwicklung auf die Weltregion wichtig sein:

  • die Entwicklung in Russland,
  • die Entwicklung des politischen Islams,
  • die nach wie vor, vor allem von Europa, zu geringen Investitionen und die ungleiche Verteilung des aus dem Verkauf von Rohstoffen gewonnenen Einkommens in Afrika,
  • die für die USA zu beantwortende Frage, wie sie mit ihrem abnehmenden globalen Einfluss umgehen wird. (Hängt natürlich auch vom Ausgang der Wahlen am 03. November ab!)
  • wie China die Herausforderungen, die Voraussetzungen und die Folgen des Wirtschaftswachstums mit einer gewisse politische Stabilität und internationalem Einfluss vereinen kann, umgeht.
  • wie Indien sich gegenüber den Großmächten USA und China positioniert.
  • wie Lateinamerika mit der Entwicklung der Wohlstandsverteilung und der Bekämpfung der Gewaltkriminalität umgeht.

Aktuell sprechen wir Weltweit von 31 Kriegen und bewaffneten Konflikten. Im Vorderen und Mittleren Osten sind es alleine 12, in Asien aktuell 8. In Lateinamerika zählen wir einen Krieg und in Europe ist es auch einer (Ukraine). Auch Konflikte wie auf der koreanischen Halbinsel oder der Konflikt im Chinesischen Meer haben erheblichen Sprengstoff und sind extrem gefährlich.

Die Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) in Hamburg zählt folgende Konflikte in der Welt:

Laufende Kriege. Information über Konfliktgegenstand und Ziele.

Die Konfliktursachen für die weltweiten Konflikte sind vielfältiger geworden, Unabhängigkeitsbestrebungen ethnischer Gruppen, Fundamentalismus bzw. ideologischer und religiöser Extremismus, Terrorismus, klassische Macht- und Regionalkonflikte, Umweltzerstörung, Verknappung lebenswichtiger Ressourcen bzw. das Erreichen der Belastbarkeitsgrenzen des globalen Ökosystems.

Eine weitere gefährliche Entwicklung ist die Internationalisierung innerstaatlicher Konflikte. Es ist zu beobachten, dass immer mehr ausländische Truppen an innerstaatlichen Konflikten beteiligt sind.

Quellen: Deutsche Sicherheitspolitik (Böckenförde/Gareis) – Sicherheitspolitik Verstehen (Lahl/Varwick) – Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF)

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