4. März 2024

Verteidigungsministerium kürzt Ausgaben der militärischen Grundlagenforschung

Im Bereich der für das Militär relevanten Technologien Big Data, Verschlüsselung und künstlicher Intelligenz (KI) macht die Entwicklung große Sprünge. China strebt in diesem Bereich die technologische Führung an.

Das deutsche Verteidigungsministerium (BMVg) wird dagegen, trotz der Entwicklungen im Umfeld, um mehr als 200 Millionen Euro im Jahr 2023 kürzen. Eine, aus meiner persönlichen Sicht, kurzsichtige und gefährliche Entscheidung. Dies, wie es das BMVg tut, mit Haushaltszwängen zu begründen, ist gegenüber der zu schützenden Bevölkerung und im Hinblick der Bündnis- und Landesverteidigung und auch gegenüber den NATO-Partnern unverantwortlich und fahrlässig. Vor allem passte es nicht mit der von Kanzler Scholz ausgerufenen Zeitenwende zusammen.

Um die eigene Verteidigungsfähigkeit zu gewährleisten, gehört die Entwicklung von KI in Deutschland vorangetrieben und nicht beschnitten. Deutschland läuft auf diesem Feld Gefahr, seiner KI-Experten an die Partnerländer und die USA zu verlieren. Die absurde Diskussion über bewaffnete Drohnen war das beste Beispiel, was am Ende dabei herauskommt. Die Luftwaffe nutzt Drohnen, die im Ausland beschafft werden müssen, da die Entwicklung in Deutschland unerwünscht war, was für eine Farce.

Man läuft Gefahr, dass durch die Kürzung der Fördermittel die wertvolle Expertise und Forschungsinfrastruktur in der BRD verloren geht. Inmitten einer international immer bedrohlicheren Sicherheitslage die Mittel zu streichen ist grundlegend falsch, sie müsste erhöht werden, um die Zukunftsfähigkeit zu erhalten. Man kann nur hoffen, dass dieser Fehler vom BMVg erkannt wird und keine Mittelstreichung stattfindet.

Quelle: ES&T

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