4. März 2024

Bereitet China mit seinen heimlichen Gold käufen einen Krieg vor?

Goldpreis auf historischer Höhe. Warum, wird jetzt klar, China kauft massiv Gold auf. Militäranalysten warnen: Peking bereite so enen Angriff auf Taiwan vor.

Der Preis für Gold ist in der Nacht zum Montag auf ein Rekordhoch von 2135 US-Dollar je Unze gestiegen. Jetzt stellt sich heraus, was hinter dem Preisanstieg steckt: Es sind massive Gold-Käufe Chinas. Nach den Angaben des World Gold Council hat die Zentralbank Chinas zwölf Monate in Folge Gold aufgekauft. Dabei wurden die Bestände der People’s Bank of China offiziell um etwa 200 Tonnen Gold aufgestockt. Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, dass China alleine im Oktober 23 Tonnen Gold hinzugekauft habe und der Gesamtbestand auf 2215 Tonnen angestiegen sei. China verfügt damit jetzt über mehr Reservegold als ganz Lateinamerika, Afrika und Indien zusammen.

Aus dem Motiv für die aktuellen Goldkäufe macht die chinesische Zentralbank keinen Hehl. Man müsse sich rüsten für einen Taiwan-Krieg und den Konflikt mit den USA, heißt es aus Peking. China dürfe im Konfliktfall nicht Opfer westlicher Sanktionen werden wie Russland im Ukraine-Krieg. Damit scheint sich ein Muster der Kriegsvorbereitung zu wiederholen. Auch Russland hatte vor dem Ukraine-Krieg seine Goldbestände massiv ausgeweitet, um genügend Reserven im Konfliktfall zu haben. Mit Sorge beobachten daher nun Militärexperten, dass China sich damit konsequent und offen für einen möglichen Taiwan-Krieg wappne.

Unterdessen ruft der neue Generalstabschef der US-Streitkräfte, General Charles Q. Brown, die Amerikaner zu erhöhter Wachsamkeit gegenüber China auf. Jeder solle über einen Krieg mit China „besorgt“ sein, sagte Brown in einem Interview des US-Nachrichtenmagazins „Newsweek“. Zu einem möglichen Angriff der Volksrepublik auf Taiwan warnt er: „Wir wollen und sollten besorgt darüber sein, ob es nun passiert oder nicht.“ Der Generalstabschef reiht sich damit ein in jene Gruppe hochrangiger US-Militärs und Politiker, die seit Monaten vor einem baldigen Angriff Chinas auf Taiwan warnen. So betonte Außenminister Antony Blinken im März, China werde spätestens 2027 – wenn Chinas Volksbefreiungsarmee den 100. Jahrestag ihrer Gründung begeht – militärisch umfänglich in der Lage sein, Taiwan zu erobern.

Die Spannungen zwischen den USA mit seinen verbündeten Taiwan, Japan und Philippinen auf der einen und China auf der anderen Seite nehmen derweil wöchentlich zu. Zum Wochenauftakt patrouillierte das amerikanische Kriegsschiff USS Gabrielle Giffords gezielt in den von China unrechtmäßig beanspruchten Gewässern im südchinesischen Meer. China verurteilte das mit martialischen Worten: „Die USA haben Frieden und Stabilität in der Region ernsthaft untergraben.“ Dabei ist es genau umgekehrt. China verfolgt im südchinesischen Meer eine aggressive Annexionspolitik und provoziert damit den Widerstand aller Anrainerstaaten – Vietnam, Taiwan, Malaysia, Brunei, Indonesien und der Philippinen.

Gegenüber Taiwan steigert China seit einigen Tagen seine direkten militärischen Provokationen. So meldet Taipeh regelmäßig chinesische Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe in der Nähe der Insel, darunter auch Flugzeuge, die die sensible Mittellinie der Straße von Taiwan provokant überfliegen. Peking demonstriert damit seine neue militärische Stärke gezielt im Vorfeld der Wahlen in Taiwan. Am 13. Januar finden in Taiwan Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Alleine im November gab es vier großangelegte Einsätze der chinesischen Luftwaffe in dem Seegebiet. China erklärt offiziell, dass seine Aktivitäten in der Nähe von Taiwan darauf abzielen, „geheime Absprachen“ zwischen taiwanesischen Separatisten und den Vereinigten Staaten zu verhindern und Chinas territoriale Integrität zu schützen. Die Volksrepublik sieht die demokratisch regierte Insel als abtrünnige Provinz an und macht keinen Hehl daraus, die Wiedervereinigung mit dem Festland auch gewaltsam durchsetzen zu wollen. China werde die Wiedervereinigung umsetzen, das sei „unaufhaltsam“, sagte Xi Jinping kürzlich in einem Telefonat mit US-Präsident Joe Biden. Ein großer Goldschatz könnte bei der Eroberung hilfreich sein.

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